Ziemlich gute Gründe, am Leben zu bleiben

„Hätten sie sich auch nur zehn Minuten in meinem Kopf aufhalten können, hätten sie vielleicht gesagt: >>Oh, ja, okay. Spring. Es geht nicht, dass du solchen Schmerz ertragen musst.
Lauf los und spring und mach die Augen zu und tu es einfach. Ich meine, würdest du brennen, könnte ich eine Decke über dich werfen, aber diese Flammen sind unsichtbar. (…)<<*

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Es ist nicht fair, dass manche Menschen zum Leiden verdammt sind und andere sich nicht mal vorstellen können, was Hoffnungslosigkeit bedeutet. Es ist schlimm, es war immer schlimm und es wird immer schlimm sein. Wenn ich mir ein Bein breche oder am Blinddarm operiert werden muss, dann weiß ich, dass es ein Ende hat. Also Augen zu und durch. Doch was ist mit dem Schmerz, den keiner sieht? Das, was alle um mich herum verleugnen vor lauter Angst, bei ihnen selbst könnte auch etwas nicht stimmen? Wieviel Einsamkeit kann ein Mensch ertragen?

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Weißt du, was es bedeutet, innerlich zu sterben? Gibt es etwas Schlimmeres als den Tod? Nein, es ist kein abstrakter Begriff. Ich sage dir, dass es möglich ist, innerlich zu sterben und ich weiß, wie schwer es ist, eine gebrochene Seele zu heilen. Hast du schon einmal am Abgrund gestanden?

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Wenn du dich irgendwann auch nur ein einziges Mal so fühlen solltest, dann kannst du dir sicher sein, dass du nicht alleine bist. Es fühlt sich an, als würde aus der Mitte deines Körpers ein tiefes Loch entstehen, das immer größer wird, bis du in tausend kleine Teilchen zerfällst. Bis du dich einfach auflöst. Niemand kommt um dich zu retten; nichts auf der Welt kann dich jemals wieder glücklich machen. Dabei willst du gar nicht glücklich sein. Du willst nur, dass es endlich aufhört.

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Pullover: EDITED the Label
Armbänder: Cruciani

*Matt Haig: Ziemlich gute Gründe, am Leben zu bleiben (S.27)

Dieser Beitrag wird vom dtv-Verlag unterstützt.

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11 Discussion to this post

  1. Tschok sagt:

    Es ist so schade, dass sich manche wirklich so fühlen… Ich hoffe für diejenigen, dass sie etwas finden, dass ihnen Kraft gibt weiter zu kämpfen… weiter zu leben

    xx Tschok | http://www.thedetsornfactory.com

  2. Eva sagt:

    Ich weiß gar nicht was ich sagen soll, deine Worte haben mich irgendwie total berührt, ich hoffe einfach, dass es irgendwann möglich sein wird, die Menschen von solch einem Leid zu befreien!
    Liebste Grüße
    Eva

    http://www.eva-jasmin.de

  3. Cathy Anita sagt:

    Ich weiß genau, wie es ist, sich so zu fühlen. Mir geht’s leider seit einem halben Jahr so. Mal besser, mal schlechter. Die zwei letzten Sätze sind einfach so wahr. Wenn man mal an so nen Punkt gelangt, dann will man einfach nicht mehr. Und man ist bereit, genug dafür zu tun, dass es vielleicht bald ein Ende hat. Es ist auch schlimm anzusehen, wie der Körper darunter leidet. Psychosomatische Schmerzen sind einfach schrecklich. Man möchte wirklich, dass es aufhört. Mittlerweile bin ich zwar froh, dass mir vor ein paar Monaten bei einem Autounfall nichts passiert ist, sondern nur das Auto schrott war. Damals wollte ich es aber eher umgekehrt wahrhaben. Daran zu denken, erlöst zu sein, von all dem Schmerz war dann doch sehr verführerisch. Das Einzige was mir da raus geholfen hat, war zu reden. Es bringt einem Nichts, irgendwelche Tabletten zu schlucken, vom Fenster zu springen oder sonst was zu tun. Das Einzige was dadurch geschieht ist, dass die, die einen lieben genauso traurig werden.. Im schlimmsten Fall dann auch noch jemanden verlieren, weil ein Mensch sich nicht mehr zu helfen weiß. Sich seinen engsten Freunden oder der Familie anzuvertrauen kann Wunder wirken. Sich auszuweinen. Immer und immer wieder. Bis es irgendwann besser wird. Für mich ging es erst wieder bergauf, als ich zu meiner Mama ging und ihr gesagt habe, dass ich mich am Liebsten einweisen lassen möchte, weil ich und mein Körper das nicht mehr schaffen. Ab da war dann irgendwie alles wieder erträglicher. Als wäre eine riesige Last von meinen Schultern gefallen. Ich hoffe, dass alle, die sich auch mal so fühlen, es schaffen, darüber hinwegzukommen.. Das hoffe ich wirklich!

    Liebe Grüße

  4. Esra sagt:

    Liebe Franzi, wow, was für ein Post!
    Ich habe auch niemals verstanden, wie Leute nicht mehr leben wollen können, bis ich es selbst erfahren hatte. Ich wünsche allen, die so fühlen, das ihr Leid ganz bald weniger wird!!!
    lg
    Esra

    http://nachgesternistvormorgen.de/

    • Franziska Elea sagt:

      Danke Esra, ein Lob von dir bedeutet mir immer sehr viel, da ich weiß, dass du es auch wirklich so meinst 😀 <3
      Bis gleich beim Frühstück, hihi :*

  5. Lisa sagt:

    Wow grandioser Text*-* total tiefsinnig:)
    Liebe Grüße
    Lisa xx von http://daiisyli.com

  6. Anna sagt:

    Interessant, dass plötzlich so viele über das Thema Depression schreiben und ein Buch darüber bewerben. Aber natürlich wollte man schon so lange über das Thema schreiben. Ja klar… 😉

  7. Anna sagt:

    Ach ja ich hatte vergessen:
    Ich finde es unglaublich dreist eine Krankenheit wie Depression für eigene Zwecke so auszunutzen. Pfui.

    • Franziska Elea sagt:

      Liebe Anna,

      Es tut mir wirklich Leid, dass du die Intention dieses Beitrages nicht richtig verstanden hast.
      Für eigene Zwecke ausnutzen sagst du? Wirklich sehr schade, wie oberflächlich du das Ganze betrachtest, denn wenn du zwischen den Zeilen lesen könntest, würde dir sofort einleuchten, dass ich selbst mehr als genug Erfahrungen mit solchen Krankheiten gemacht habe und lediglich diejenigen ermutigen möchte, die sich damit alleine gelassen fühlen. Ich distanziere mich ausdrücklich von dem Vorwurf, daraus einen Vorteil ziehen zu wollen, das ist wirklich eine bodenlose Frechheit deinerseits.

      Trotzdem alles Gute für dich.

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