„Blogger? – Du weißt ja, dass du das nicht ewig machen kannst…“

Wie arbeitet man eigentlich als Blogger und womit verdient man letztendlich sein Geld? Ständig sagen mir Leute, die mich nach  meinem Berufswunsch fragen, dass das Ganze ja nichts für die Ewigkeit sei und bewahren mich somit vor der Arbeitslosigkeit ab 35. Natürlich weiß ich, dass kein Mensch vorhersagen kann, wie sich Blogs und soziale Medien in den nächsten 30 Jahren entwickeln, aber warum denken so viele, dass es utopisch ist, von einem Blog leben zu können? Ich habe mir mal wieder meine Gedanken gemacht und hier ein paar Fakten für euch aufgelistet, die dafür sprechen, dass „Blogger“ in Zukunft vielleicht doch ein relativ anerkannter Beruf sein könnte:

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 1 Wir befinden uns im Anfangsstadium

Aus allen Winkeln und den verschiedensten Bereichen kommen plötzlich Firmen und beschäftigen sich mit Influencer Marketing. Noch längst weiß nicht mal jeder, dass es so etwas überhaupt gibt und wie effektiv eine Kooperation mit Bloggern im Endeffekt für die eigene Marke sein kann. Manche Brands sind der Meinung, wir müssten quasi umsonst arbeiten und uns mit ein paar Kleidungsstücken abspeisen lassen, andere hingegen bieten von vornherein horrende Summen – da bin ich ganz ehrlich. Die Szene in der wir uns befinden hat auf dem Markt anscheinend noch keinen klaren Standpunkt gefunden. Da jedoch immer mehr Influencer begreifen, wie viel Wert ihr Reichweite eigentlich hat, sind die Aussichten für uns aber augenscheinlich eher positiv : )

2 Der Trend geht in Richtung Internet – weg vom Print

Wer von euch kauft sich noch regelmäßig eine richtige Tageszeitung aus Papier (ja, die gibt es noch!)? Mein Papa hat mit Smartphones und Laptops nichts am Hut aber die kommenden Generationen werden kaum noch eine Notwendigkeit darin sehen, Zeitungen zu kaufen, unnötig Müll zu produzieren, usw. – das entspricht irgendwie nicht mehr unserem Lifestyle. Klar lese ich hin und wieder auch gerne mal ein Modemagazin und ja, das Gefühl ist ein anderes aber dennoch ist es schwer zu verleugnen, dass das Internet immer mehr die Funktion als alltagstaugliches Nachrichtenmedium übernimmt.

3 Eine solche Entwicklung gab es nie zuvor

Wer sagt, dass mich, wenn ich 55 bin plötzlich ein Geistesblitz trifft und ich mir schließlich denke: „So, jetzt bin ich alt, jetzt brauche ich kein Smartphone mehr.“ Meine Mum beispielsweise liest immer noch Modezeitschriften wenn sie auf der Suche nach Inspiration ist. Ich durchstöbere lieber Blogs und Pinterest. Vielleicht werde ich mit 60 dann nicht mehr nach Crop Tops googlen, vielleicht aber nach ausgefallenem Teegeschirr oder DIY-Ideen für meine neuen Bilderrahmen im Wohnzimmer. Wir wissen nicht, was die Zukunft bringt aber ich finde es ein bisschen naiv zu glauben, dass sich unsere Generation im Alter so verhalten wird wie unsere Vorgänger.

4 Andere Blogger hängen auch an ihrer Existenz

Ja, es wird so einige Leute geben, deren ganzes Leben auf Social Media Kanäle und virtuellen Netzwerke ausgerichtet ist. Bestimmt werde ich (sollte ich jemals hauptberuflich bloggen) nicht die Einzige sein, die um den erhalt des Marktes kämpft. Vielleicht ergibt sich dann ja eine Ausweichmöglichkeit und die Gewissheit, dass ich nicht alleine mit den potenziellen Problemen dastehen werde, beruhigt mich schonmal.

5 Ein 2. Standbein gibt Sicherheit

Selbstverständlich sollte man sich nicht auf die Ungewissheit verlassen und auch wenn die Perspektive wirklich positiv ist, ist ein abgeschlossenes Studium für mich ein Muss. Die Branche in der ich mich befinde eröffnet sehr viele Möglichkeiten, man baut sich Connections auf und Jobangebote gibt es immer mal wieder. Dennoch wäre es total leichtsinnig,  sich ohne vernünftigen Abschluss – und damit meine ich nicht die Schule – ins Berufsleben als Blogger zu stürzen.

6 Kaum ein Beruf ist risikofrei

Mein Dad arbeitet seit 35 Jahren beim gleichen Konzern und genießt in dieser Firma ein gefestigtes Ansehen würde ich jetzt einfach mal sagen  : D  Das Unternehmen wird jedoch gelegentlich verkauft und immer wieder muss mein Papa mit der Angst umgehen, seinen Job plötzlich zu verlieren, weil irgendein Millionär mit dem Betrieb eventuell etwas anderes vor hat. Wenn ich bei Karstadt an der Kasse arbeite kann es auch passieren, dass plötzlich alles den Bach runtergeht und bei meiner selbstständigen Mutter kann ebenso keiner vorhersagen, dass immer genug Kunden in der Praxis erscheinen werden. So ist das Leben und ich denke jeder, der selbstständig ist, muss mit einem gewissen Risiko umgehen. Das akzeptiere ich dann eben um meinen Traum zu verwirklichen.

7 Ja, man kann damit Geld verdienen

Für Influencer gibt es unzählige Gelegenheiten, ihren Content zu monetarisieren (= Inhalte zu Geld zu machen). Gesponserte Posts, Instagram Bilder oder Videos sind wohl die gängigsten Methoden um im Internet Geld zu verdienen. Kurz: Werbung. Kein Fernsehspot und kein Plakat in der U-Bahn bringt ein Produkt so authentisch rüber wie ein Blogger, vorausgesetzt man nimmt nicht jedes Angebot an, was einem ins E-Mail Postfach flattert. Die meisten von uns genießen das Vertrauen ihrer Leser und nicht nur deshalb sind Produktplatzierungen auf unseren Kanälen äußerst effektiv. Wie in Punkt 1 bereits erwähnt, dauert es wohl noch ein bisschen, bis die Mehrheit der Unternehmen das wirklich verstanden hat, aber wir haben ja Zeit  ; )

Wie seht ihr das? Glaubt ihr an die Zukunft der Blogger und Influencer?

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Jumpsuit: OnePiece

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16 Discussion to this post

  1. Joan sagt:

    Sehr gut und treffend beschrieben, wenn alle so denken würden wie diese ewigen Bedenkenträger, wäre das Rad wahrscheinlich noch nicht erfunden worden und wir würden die Steine immer noch irgendwo durch die Gegend schleppen… Top.

    • Franziska Elea sagt:

      Hahahah made my day 😀 Steine durch die Gegend schleppen.. Das ist echt gut 😀 Freut mich dass du auch positiv denkst 🙂 :*

  2. Dani sagt:

    Ich würde auch sagen, dass heute noch keiner genau sagen kann, was uns in 10 oder 20 Jahren erwartet. Wenn man ein Ziel vor Augen hat und es einem Spaß macht, warum soll man es dann nicht über Jahrzente machen können?

  3. Jörg sagt:

    Als Online Marketing Manager habe ich unzählige Blogs schon kontaktiert (dich noch nicht), und kenne das Geschäft. Es gibt Blogs die fast nur gesponserte Posts haben. Wenn sich die Blogger damit identifizieren können, ist das für mich als Leser in Ordnung. Wenn aber alles abgenommen und zu Geld gemacht wird und sich somit die Meinung des Bloggers von den Unternehmen wöchentlich neu vorgegeben wird, ist das weder authentisch, noch bietet es einen Mehrwert für den Leser. Der gesunde Mittelweg kann zum Erfolg führen. Kann! Das schnelle Geld führt langfristig jedoch nicht zum Erfolg.

    • Franziska Elea sagt:

      Oh ja, da hast du wirklich Recht! Es geht um Authentizität aber ich muss ganz ehrlich sagen, dass man teilweise so viele Angebote bekommt, dass man sich die aussuchen kann, die man wirklich gerne mag. Wenn ich eine Marke toll finde, halte ich mich auch nicht zurück und kontaktiere sie selbst 🙂 Leider gibt es immer wieder Blogger, die sich nahezu selbst verkaufen aber ich finde da muss man differenzieren 😉

      • Jörg sagt:

        Ich könnte Dir da extreme Geschichten erzählen, die man da tagtäglich erlebt. Immer wieder interessant, vor allem wenn die Texte dann nicht mal mehr selbst verfasst werden. Viele möchten da einen komplett fertigen Text inkl. Bilder haben, der dann unter ihrem Name veröffentlicht wird. Liest man sich drei Blogbeiträge durch, erkennt man, dass alle drei in auffällig unterschiedlichen Stilen geschrieben sind. Das kann m. E. nicht zum Erfolg führen.
        Spannend! Ein Austausch zwischen den beiden Seiten auf jeden Fall interessant 🙂

  4. Aline sagt:

    Ich denke, dass es definitiv nicht leicht ist sich sein Lebensunterhalt komplett durchs Bloggen zu finanzieren und neben Disziplin und Ausdauer auch immer eine große Portion Glück dazugehört, in dem Business richtig Fuß zu fassen aber why not – Wer nicht wagt der nicht gewinnt, oder?

    Schönen 1. Mai,

    Liebe Grüße Aline
    Fashionzauber.com

    • Franziska Elea sagt:

      Ja, es ist nicht leicht vor allem, weil man nie weiß, wie es im nächsten Monat aussehen wird. Dennoch muss man abwägen ob man das Risiko eingeht, um seinen Traum zu verwirklichen. Mittlerweile ist mir Spaß an der Arbeit deutlich wichtiger als Geld und ich denke das ist keine schlechte Voraussetzung 🙂 <3

      Grüße zurück an dich, liebe Aline!

  5. Fee sagt:

    Cooler Post, ich denke auch oft über dieses Thema nach 🙂 Letztendlich kann ja eh niemand sagen, was die Zukunft bringt, da hast du total Recht 🙂 Und wenn man keine Lust mehr hat zu Bloggen, gibt es ja inzwischen auch viele Blogs im Social Media oder Digital Marketing Bereich, was ja auch gut passt 🙂

    Alles Liebe,
    Fee von Floral Fascination

  6. Andrea sagt:

    Hallo Franziska,
    ich bin bald 50 und obwohl ich blogge und mich ein wenig auskenne in der Internetwelt, hänge ich an meinen Modezeitschriften und trauere der DM nach 🙂
    Toll, was Ihr jungen Leute alles auf die Beine stellen könnt in der virtuellen Welt und mein 28 jähriger Sohn, der steuert eigentlich schon alles mit dem Internet, sogar den Fernseher, da blicke ich noch nicht so durch 🙂 Du hast recht, eine Ausbildung oder Studium ist wichtig, auch wenn Ihr jetzt Erfolg mit Eurem Blog habt. Alleine das Wissen, was an einem guten Schulabschluss hängt, hat viele Blogger sehr weit gebracht, aber natürlich auch als Auffangmatte, wenn der Blog an Erfolg verliert, was ich Dir nicht wünsche !
    LG Andrea

  7. Esra sagt:

    Super Post!! Besonders toll finde ich den Punkt 4 und habe das so noch gar nicht gesehen. Das stimmt. Auch ich würde dafür kämpfen! Wir müssen nur zusammenhalten – das ist sehr wichtig! 🙂 Und btw: schöne Bilder!
    lg
    Esra

    http://nachgesternistvormorgen.de/

  8. Lisa sagt:

    Ich kann nur immer wieder wiederholen dass du den Nagel mit deinem Texten dermaßen auf den Kopf triffst!
    Mach bitte weiter so :**
    Liebe Grüße
    Lisa von http://daiisyli.com

  9. Lina sagt:

    Hallo liebe Franziska!

    Ein sehr interessanter Artikel. Wegen dem Schulabschluss hast du vollkommen recht, der ist immer wichtig, man weiß ja schließlich nie was man in 5, 10 oder 30 Jahren auch selbst machen möchte. Abgesehen von dem was die Gesellschaft erwartet! Und wegen der Sicherheit am Arbeitsplatz hast du vollkommen recht – es ist eigentlich nie sicher, es kann ja alles passieren.

    Liebe Grüße von http://www.linas-magical-world.blogspot.de
    Lina

  10. Patrick sagt:

    Toller Blog und super Einstellung in diesem Post! Weiter so! 🙂

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