Off Shoulder Top + Haarband

Jeder ist sich selbst am nächsten. Wieviel Wahrheit steckt hinter dieser Floskel? Tun wir im Grunde nicht alles, was wir tun, aus Eigennutz? Mein Papa ist der wohl selbstloseste Mensch, den ich kenne und ich weiß, dass es für ihn kaum etwas Wichtigeres gibt, als dass seine Kinder glücklich sind. Denn wenn es meiner Schwester oder mir nicht gut geht, geht es ihm auch nicht gut. Aber genau das ist doch der Punkt. Es geht ihm nicht gut, weshalb spielt eigentlich keine Rolle, oder? Gibt es so etwas wie reine Nächstenliebe überhaupt? Oder tun wir Gutes nur, um uns dadurch besser zu fühlen, weil wir denken, dadurch die Welt in irgend einer Weise verbessert zu haben?

 

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Man sagte mir immer nach, ich sei egoistisch, aber ich glaube, ich kenne in meinem Freundeskreis kaum jemanden, der so viel für andere tut wie ich. Ich tu nur keine Dinge, wenn ich sie nicht so meine, ja ich habe als einziges von 5 Mädchen zu Hause so gut wie nie im Haushalt mitgeholfen und werfe meinen „Schwestern“ vor, dass sie das nicht getan haben, um ihre Mutter zu entlasten, sondern eigentlich nur, dass ihnen keiner nachsagen kann, sie seien faul oder nicht hilfsbereit. Sie haben sich bestimmt gut gefühlt als wohlwollende, fleißige Töchter. Ihre versteinerte Miene, während ich auf der faulen Haut saß, hat mich wirklich prächtig amüsiert und die Blicke, die sie sich zuwarfen, sprachen Bände. Auf dieses Spiel hatte ich keine Lust, denn das ist einfach nicht meine Art. In einer zerbrochenen Familie auf heile Welt machen und so tun, als hätten wir uns alle so lieb, dass wir gerne das Geschirr der anderen wegräumen… Ich tu Dinge aus Überzeugung und nicht, weil es eine gesellschaftliche Konvention von mir verlangt.

Damit meine ich übrigens nicht, dass ihr alle eurer Mama nicht im Haushalt helfen sollt. Hätte ich ab und an mal Taschengeld bekommen oder hätte man sich in diesem Haus als Kind überhaupt mal mit mir beschäftigt, hätte ich bestimmt auch gerne geholfen. Aber wie heißt es so schön: Geben und nehmen.

 

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Einmal stand meine 14-jährige Schwester unter der Woche mitten in der Nacht heulend vor mir und wollte über alle Berge in das hinterste Kaff zu ihrem Freund (ebenfalls 14) gefahren werden, weil sie – weiß Gott warum – dachte, dass er sich umbringt. Meine Mutter schüttelte den Kopf und sagte, sie solle mal runterkommen und wieder ins Bett gehen. Auch ich wusste, dass sich dieser Junge nichts antun würde aber ich wusste auch, dass meine Schwester große Angst hatte und dass man sie mit Worten in diesem Moment weder erreichen, noch beruhigen konnte. Man muss dazu sagen, dass wir ein sehr schlechtes Verhältnis hatten und wenn wir überhaupt geredet haben, dann nur um uns gegenseitig anzubrüllen oder zu beleidigen. Trotzdem zögerte ich keine Sekunde und fuhr sie gegen 1 Uhr nachts die weite Strecke in dieses Dorf, wartete draußen, bis sie ihre Angelegenheit geklärt hatte und nahm sie wieder mit zurück. Mit meinem eigenen Auto, auf meine eigenen Kosten (ich gab für 10€ pro Stunde Nachhilfe dass ich mir das Benzin – lag damals bei 1,70 pro Liter – für meinen Schulweg überhaupt leisten konnte, Taschengeld von Mama gab es nicht und ich fuhr nie einen unnötigen Kilometer) und ohne ein Wort des Vorwurfs. Weil ich verstand, dass es bei ihr wirklich brannte und wusste, dass die ganze Aktion im Grunde unnötig war.

 

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Ich könnte unzählige solcher Situationen schildern und habe selbst mehr als 1 Mal die Erfahrung gemacht, dass keiner für mich da ist, wenn meine Welt zusammenbricht. Ist ja nett, wenn man ab und an das Bad putzt oder seinen Teller nach dem Essen abräumt, aber ich lege einfach Wert auf andere Dinge. Wenn ich mit jemandem befreundet bin, gehe ich durchs Feuer, obwohl ich ziemlich genau weiß, dass das, was ich gebe, niemals zu mir zurückkommen wird. Ob es Egoismus ist, weiß ich nicht, ich weiß nur, wie schlimm es ist, wenn man verloren ist und keine Hilfe bekommt. Und dann gibt es Menschen, die von allem nur die Oberfläche sehen, ohne zu hinterfragen an das Gute glauben, nie wirklich tief gefallen sind und behaupten, ich sei egoistisch.

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„Young girl, don’t cry, I’ll be right here when your world starts to fall.“*

In Liebe, deine Schwester

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Off-Shoulder Top: Zara (ähnlich hier)
Haarband: Zara
Shorts: H&M (ähnlich hier)
Umhängetasche: Mango
Schnürsandalen: Primark
Sonnenbrille: Accessorize

Fotos by Esra <3

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13 Discussion to this post

  1. Eva sagt:

    Super schöner Look und interessante Gedanken. Ich weiß ehrlich gesagt nicht genau, was ich zu dem Thema sagen soll, da das etwas ist, worüber man länger als 2 Minuten nachdenken muss, dennoch finde ich deine Gedanken wirklich nachvollziehbar, und zugleich würde ich sie denke ich nicht ganz so unterschreiben.
    Liebe Grüße
    Eva

    http://www.eva-jasmin.de

    • Franziska Elea sagt:

      Ja das stimmt, man muss echt ne Weile darüber nachdenken. Hab den Post auch wirklich nicht an einem Tag geschrieben 😀
      Bis bald <3

  2. Sehr schöner Look <3
    Ich muss sagen, dass ich deine Einstellung nur bedingt teile. Ich bin der festen Überzeugung, dass ein kleiner Teil unsere Mitmenschen und Freunde gerne etwas bedingungslos für uns tun. In meinen Fall sind das die Eltern. Leider ist das nicht immer so. Wenn ich deinen sehr persönlichen Text lese, frage ich mich: wie ist das bei dir selbst? Kannst du geben ohne etwas dafür zu verlangen? Denn genau darin liegt doch das eigentliche Problem. Wir (dazu zähle ich mich selbstverständlich auch) erwarten oft die gleiche Hingabe wie wir sie unserer Meinung nach anderen geben. Das Problem dabei ist nur: jeder Mensch hat eine andere Auffassung von seinem Mehrwert. Ich bin mir sicher, du hast Freunde die dich und deine Freundschaft zu schätzen wissen. Man sollte nur darüber nachdenken ob man bei einer Freundschaft oder der Famile (die oft viele Höhen und Tiefen kennt) immer einen GLEICHEN Gegenwert erwarten kann.
    In diesem Sinne… Einen wunderschöne. Sonntag Maus.
    Ps: Wirklich schön geschrieben. Persönliche Beiträge sind nicht immer leicht <3

    • Franziska Elea sagt:

      Danke für diesen Kommentar, Patrick, ich verstehe total, was du sagen willst. Ich selbst habe eben sehr, sehr viele negative Erfahrungen gemacht. Deshalb freue ich mich, wenn Leute wie du andere Meinungen hier teilen, selbst wenn ich meine Überzeugung dadurch nicht ändern kann 😉 Hoffe wir sehen und bald wieder <3

  3. Carolin sagt:

    Sehr interessanter Blogpost! Ich stimme dir in einigen Punkten zu, in anderen muss ich aber auch ein bisschen widersprechen. Ich denke z.B. schon, dass es so etwas wie bedingungslose Nächstenliebe gibt, gerade bei den Menschen die einem am wichtigsten sind. Dann macht man Dinge, damit es dem anderen gut geht, auch wenn sie einem vielleicht etwas gegen den Strich gehen.
    Ich finde es aber auch gut, dass du Dinge aus deiner Überzeugung machst – gesellschaftliche Konventionen nehmen in unserer heutigen Zeit nämlich teilweise einen zu großen Platz ein.

    http://nilooorac.com/

    Liebe Grüße

    • Esra sagt:

      Genau das dachte ich auch! Wenn man jemanden liebt oder auch einfach mal die Einstellung hat, dass tut man ab und an auch Dinge, die einem nicht gefallen und unbequem für einen sind. Das habe ich früher auch nicht so gesehen, Franzi, und habe meiner Mutter genau das vorgeworfen: dass sie sich um mich nur Sorgen macht, weil es ihr dann besser geht, wenn ich sie beruhige.
      Menschen sind verschieden und wollen differenzierter betrachtet werden…
      Aber andererseits vergeht etwas die Lust zu kommentieren, wenn du von vornherein sagst „Meine Meinung ist in Stein gemeißelt“
      lg
      Esra

      http://nachgesternistvormorgen.de/

  4. Hannah sagt:

    ❤️?❤️?❤️?❤️?

  5. Sandra sagt:

    Toller Look. Echt interessant was du geschrieben hast! Dein Bericht hat mich auf jeden Fall gefesselt und das geht bei mir nicht so schnell! 🙂

    Love,

    Sandra von http://fashionholic.de

  6. Malu sagt:

    This is such a gorgeous look, love it! <3 🙂
    xx Malu

    MaluSwartjes.com | Fashion, Beauty, DIY & More.

  7. Maria sagt:

    Hallo ich habe deine Snaps zu deinem Wellness Urlaub verfolgt. Mega schöne Location würde da auch mal gerne hin. Wie hieß das Hotel genau?
    Mir ist aber auch nicht entgangen, dass du da in männlicher Begleitung warst. Hast du etwa einen Freund? 😀

    Liebe grüße,
    maria.

    • Franziska Elea sagt:

      Das Hotel heißt Gmachl :)) Heute kommt schon ein detaillierter Blogpost über meinen Aufenthalt!! Haha, dir entgeht ja wirklich nichts 😉 Tut mir wirklich Leid, aber mein Privatleben behalte ich in diesem Punkt dann doch lieber für mich, ein bisschen Luft zur Spekulation ist doch auch schön 😀
      Liebste Grüße!

  8. Verena sagt:

    Top! Sehr hübsche Bilder!

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