Habe ich ein Burnout? + Zara Outfit

 

So, jetzt bin ich seit über 2 Wochen krank und alles, woran ich denken kann ist, wann ich endlich wieder fit genug bin, um Fotos zu machen, dass mir der Content nicht ausgeht. Gestern wurde mir schlagartig bewusst, dass ich endlich mal lernen muss, abzuschalten. Ganz offensichtlich sagt mir mein Körper gerade: „Stop, so geht es nicht weiter! Wenn du dich nicht entspannen willst, dann mache ich eben krank.“

Als ich meiner Ärztin vorgestern einen Besuch abstattete, konnte sie keine eindeutige körperliche Krankheit diagnostizieren. Wie denn auch, ich hab ja kaum Beschwerden außer Schwindel und fehlende Kraft. Jeder Schritt fühlt sich für mich zurzeit an wie ein Marathon und nachdem ich mit meinem Hund Gassi war, muss ich mich erst mal 3 Stunden erholen. Sie meinte, ich hätte mir bestimmt einen Virus eingefangen, aber es wäre auch möglich, dass meine Symptome Anzeichen eines Burnout-Syndroms sind. Den Gedanken verwarf ich eigentlich direkt wieder, bis ich mich gestern Abend ein bisschen mit dem Thema auseinandersetzte.

Klar gibt es einige Dinge, die mich zurzeit besonders belasten. Das neue Studium steht vor der Tür und insgeheim ahne ich, dass ich mit Anglistik am Ende nicht besonders viel anfangen kann. Umso größer ist demnach der Druck, mit dem Blog zu wachsen, denn ich musste mir gerade selbst eingestehen, dass ich davon ausgehe, langfristig von dem Ganzen leben zu können. Ehrlich gesagt treibt mich die Ungewissheit in den Wahnsinn. Ich kann nicht damit umgehen, dass ich das, was mit Instagram&Co passiert, nicht steuern kann. Ja, viele sagen der Blog sei das einzige Medium, das am Ende bleibt, aber das sehe ich überhaupt nicht so. Woher weiß ich, dass es immer jemanden geben wird, der meine Seite besucht oder dass Google nicht plötzlich irgendwelche Algorithmen ändert und ich dann total schlecht gerankt bin? Man hat nichts davon in der Hand.

 

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Bisher hatte ich immer die Kontrolle über Dinge, die mit meiner Zukunft zu tun hatten. Alles, was in meiner Verantwortung lag, hat funktioniert und ich habe nie daran gezweifelt, dass ich später mal Anwältin werden würde. Natürlich hat man in jedem Beruf ein gewisses Risiko, aber wenn ich angestellt bin, muss mich mir nur einen neuen Arbeitgeber suchen. Hier müsste ich mich ääähm… gute Frage, wonach würde ich suchen? Seht ihr das Problem? 😀

In diesem Moment muss ich also zugeben, dass ich  meine Zukunft in der Selbstständigkeit sehe und dass das weitaus belastender ist, als ich jemals gedacht hätte. Ich bin nicht abgesichert, stehe ganz alleine da und weiß nicht ob das, worin ich 16 Stunden am Tag investiere, eine Zukunft hat. Was, wenn morgen einfach keiner mehr mit mir kooperieren möchte oder sich herausstellt, dass Influencer Marketing doch nicht so wirkungsvoll ist?

 

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Meine Erfahrung lehrt mich, pessimistisch zu sein und immer mit dem Schlimmsten zu rechnen, doch genau das scheint jetzt zu meinem Problem zu werden. Ich muss optimistischer werden, mich ab und an auch mal auf andere Menschen verlassen und lernen, mich nicht den ganzen Tag vor dem Eintritt einer Vollkatastrophe zu fürchten. Sonst werde ich mich nie Abends mal hinsetzen und loslassen können, was, wie ich gerade erkannt habe, für meinen Körper wirklich wichtig ist.

Nein, ich werde nicht unter dem Druck zusammenbrechen und eigentlich gibt es gar keinen Grund, sich solche Sorgen zu machen. Alles läuft bestens und ich werde mich jetzt einfach mal in meinem Stuhl zurücklehnen und für 5 Minuten mein Glück genießen 🙂

 

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Pullover, Hose, Bluse: Zara
Bomberjacke: New Look
Tasche: Hallhuber
Sneaker: Puma

Danke für die Fotos, liebste Diana! Sie sind trotz des vorzeitigen Ablebens meiner Kamera (ja, ich habe mir letzte Woche eine neue gekauft) vorzeigbar geworden 😀

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19 Discussion to this post

  1. Katharina sagt:

    Toller Artikel Franziska, eins kann ich dir sagen, es gibt IMMER einen Weg. Ich bin in der Hinsicht ein totaler Optimist, das musste ich aber auch erst lernen und das Selbvertauern kommt auch nicht über Nacht. Du wirst das alles packen, davon bin ich überzeugt! Aber wie du schon sagtest, es ist extrem wichtig sich Auszeiten zu nehmen. Fühl dich gedrückt

    • Franziska Elea sagt:

      Danke Liebes! 🙂 Ja einen Weg gibt es immer, nur kann der manchmal ziemlich steinig sein und ich möchte die besten Voraussetzungen schaffen 😀 Danke für deinen Zuspruch, ich komme auch gerade aus der Badewanne, weil ich mir das mit der Auszeit echt zu Herzen nehme 😀 Liebe Grüße und bis bald <3

  2. Vivien sagt:

    Liebe Franziska.
    Ich lese deinen Blog schon eine Weile und nun habe ich das Gefühl, mich auch mal zu Wort melden zu „müssen“.
    Zuerst einmal muss ich sagen, dass ich es unglaublich bewundernswert finde, wie sehr DU mit meinem Blog, oder deiner ganzen Internetpräsenz, seit Beginn gewachsen bist. Man spürt wirklich, dass du dein ganzes Herzblut in dein Projekt steckst.

    Natürlich kann ich deine Bedenken auch verstehen. Eine Selbstständigkeit ist immer ein Stück Weit eine unsichere Sache. Gerade in deinem Fall ist die Unsicherheit vielleicht auch nochmal größer, weil das hauptberufliche Bloggen ja schon noch ein den Kinderschuhen steckt. Aber trotzdem bin ich der Meinung, dass du auf dem richtigen Weg bist.
    Ich habe vor einigen Jahren angefangen ohne Studium oder Ausbildung als Mediengestalterin zu arbeiten. Von fast allen Seiten wurde mir versucht einzureden, dass das doch ein viel zu unsicheres Metier wäre. „Mit diesen Medien, das hat doch keine wirkliche Zukunft. Diese Spielereien, das ist doch höchstens ein Hobby aber kein Beruf“.
    Klar lässt es sich nicht direkt mit deiner Situation vergleichen aber ich bin mir sicher, dass DU auf dem richtigen Weg bist. Wer weiß, vielleicht verändert sich Instagram, Google ubd Co. in den nächsten Jahren aber ist das nicht in vielen Jobs genau so? Dinge verändern sich – man passt auch an und findet irgendwo einen neuen Weg.

    Und bezüglich deines Studiums. Wahrscheinlich hast du deine Gründe weshalb du dich dagegen entschieden hast aber trotzdem meine Frage: hast du schon einmal über ein Studium oder eine Ausbildung im Medien und Kommunikationsbereich nachgedacht?

    • Franziska Elea sagt:

      Oh wow, danke dir! Du bist so lieb, ich bin grad echt gerührt 🙂 Ja, ich habe tatsächlich zunächst darüber nachgedacht, KW zu studieren. Dann war ich aber in ein paar Vorlesungen und bin zu dem Entschluss gekommen, dass ich Anglistik mit weniger Aufwand gut abschließen kann. Vielleicht ist das der falsche Beweggrund, aber ich will ehrlich sein 😀 Der Blog bleibt mein „Hauptding“ und vielen Dank, dass du mich darin so bestärkst 🙂 Hab einen schönen Abend <33

  3. birte sagt:

    Liebe Franziska,

    Mir geht es ähnlich wie Dir, nur habe ich auch noch ein Kind mit zu versorgen! Ich habe auch des Öftern Existenzängste,das bringt die Selbstständigkeit und unser Berufsfeld wohl mit sich. Ich denke, aber dass es auch anderen so geht. Man muss sich aber immer vor Augen führen, dass mittlerweile wenige Sachen wirklich Sicherheit bieten und man lieber seinem Herzen folgen sollte. Falls die sozialen Medien wirkluch mal so anders sein werden, dass es für uns keine Zukunft gibt, dann qird sich bestimmt ein anderer Bereich auf tun,de auch gut passen wird. Mach Dir nicht zu viele Gedanken. Ich denke, wenn Du es schon so weit geschafft hast, und dass ist wirklich bemerkenswert, dann bist Du eine starke Frau mit Köpfchen.
    Du schaffst das schon ?

    Alles Liebe,
    Birte
    http://show-me-your-closet.de/

  4. Jessica sagt:

    Sehr interessantes Thema Liebes, ich glaube viele machen sich wirklich gar keine Gedanken dass so eine Diagnose überhaupt zur Debatte steht, aber ich bin mir sicher, wir müssen uns um dich keine Sorgen machen! 🙂

    Wie immer hast du dir auch einen tollen Look zusammen gestellt & die Bilder sind wunderschön geworden.

    Liebste Grüße, Jessica
    http://www.ressica.de

  5. Eve sagt:

    Hi Franziska,

    habe deinen Blog gerade erst entdeckt und bin echt begeistert, wie du das alles in der kurzen Zeit aufgezogen hast. Ich habe kürzlich erst angefangen zu bloggen und es macht mir Mut zu sehen, dass man für die harte Arbeit irgendwann auch belohnt wird. Ich kann dir nur empfehlen, wirklich auf deinen Körper zu hören und auf dich zu achten, dir bewusst Rückzugs- und Entspannungsräume zu suchen. Ohne Ausgleich geht es irgendwann schief. Ich habe das selbst schon alles hinter mir, mein Blog ist aus so einer schweren Lebenskrise heraus entstanden. Jetzt bin ich aber umso glücklicher, obwohl ich auch viel arbeite. Trotzdem achte ich darauf, mir auch Zeit für Freunde, Partner und Sport zu nehmen. Wirklich abschalten ist aber trotzdem schwer. Es ist halt eine Gratwanderung. Aber ich bin sicher, dass du das packst. Ich wünsche dir auf jeden Fall schnelle und gute Besserung.

    Liebe Grüße
    Eve von http://www.eveblogazine.com

  6. Daniela sagt:

    Oh, ich denke diese Gedankengänge kennen die Meisten, die irgendwie über Selbstständigkeit nachdenken! Vor allem einen sinnvollen Weg zwischen Optimismus und „Vorsicht“ (ich nenne es mal nicht Pessimismus ;-)) zu finden – denn weder das eine noch das andere sollte fehlen; man sollte zumindest auf alle Eventualitäten vorbereitet sein, aber auch nicht alles zu „ernst“ sehen. Aber es ist auf jeden Fall wichtig, irgendwann zurück zu blicke und zu sagen: „Ich habs versucht, ich hab alle Chancen genutzt!“, als sich irgendwann zu fragen, was gewesen wäre „wenn“ …
    Ich habe momentan auch noch einen Vollzeitjob – und drei Nebengewerbe (Freizeit? Was ist das?! :D) – und ich arbeite auch darauf hin davon in wenigen Jahren hoffentlich leben zu können!

  7. Isabel sagt:

    Hallo Liebes,
    interessante Gedanken… Ich kann sehr gut nachvollziehen, dass dich Zukunftsängste plagen. Wie wird sich das Business ändern? Wie werden sich die Ansprüche und Prioritäten verschieben? Wo finde ich dann meinen Platz? Doch ich denke, diese Sorgen existieren nicht nur für Blogger oder Selbstständige – auch ein Arbeitsplatz kann einem gekündigt werden, aus unerfindlichen Gründen. Oder man selbst wird unglücklich, weil die Selbstbestimmung fehlt. Und auch dann ist es nicht leicht, einen neuen Platz zu finden, einen neuen Weg einzuschlagen. Aber wie Katharina schon schrieb: Es findet sich immer ein Weg. Solange man sich ständig weiterentwickelt, seinen Horizont und den Erfahrungsschatz erweitert und offen ist, sich auf neues einzulassen, wird sich ein Weg finden mit dem man die Miete bezahlen und nachts zufrieden einschlafen kann.
    Genieß deinen Erfolg im Jetzt und fokussiere dich nicht auf die Frage, ob er endlich ist.
    Alles Liebe,
    Isabel
    http://instagram.com/isabelsjournal

  8. Eva sagt:

    Ich verstehe dich und denke das du mit deinem Blog langfristig erfolgreich bist, aber ein Plan B schadet nie. Angestellte haben teilweise auch Angst die Arbeit zu verlieren und kurz bzw. längerfristig nichts neues zu finden. Die Angst keine Arbeit zu haben hat jeder. Anstatt die Zeit mit dieser Angst zu verschwenden solltest du dich über das freuen was du hast. Falls es mit dem Blog nicht mehr klappt kannst du etwas anderes machen das dir vielleicht sogar mehr Spaß macht.

  9. Antonia sagt:

    Hallo liebe Franziska,

    sehr interessant geschrieben und ein sehr stylisches Outfit. Ich fange gerade an zu bloggen und ein bisschen Erfahrungen zu sammeln. Bislang habe ich noch keine finanziellen Absichten sonder habe einfach Freude daran meine Ideen zu teilen. Ich kann deine Ängste total verstehen. Etwas das ich in den letzten Monaten für mich gelernt habe ist, dass man nur in dem wirklich gut sein kann was man gerne macht. Und das scheinst du mit deinem Blog zu haben. Bleib positiv und strahle das (wie du es eh schon tust) aus. Dann wird sich der Rest von selbst ergeben. 🙂 Ich wünsche dir eine gute Besserung!

    Liebe Grüße, Antonia
    P.S. Welche Kamera benutzt du?

    • Franziska Elea sagt:

      Das hört sich gut an 🙂 Der Spaß an der Sache ist sicherlich das Wichtigste, ich habe ja auch aus diesem Grund damit angefangen. Irgendwann hat mich dann doch der Ehrgeiz gepackt 😀 Ich habe bisher die Canon 500d mit 50mm Objektiv benutzt, bin jetzt aber auf die 700d umgestiegen und sehr zufrieden 🙂 Ich hoffe das hilft dir <3

  10. Selly sagt:

    Du bist so ehrgeizig – mit Sicherheit wirst du all das schaffen, was du dir wünscht. ♥
    Ich drücke dir die Daumen!

    Alles Liebe
    Selly
    von SellysSecrets || Instagram

  11. Berna sagt:

    Mit dem Begriff Burnout muss man sehr vorsichtig sein!
    Die Diagnose Burnout wird heutzutage von vielen Ärzten zu leichtfertig ausgesprochen. Ein Diagnose ist schwierig und kann nur durch einen Facharzt einigermaßen sicher erfolgen. Eine 15 minütige Sitzung reicht dafür sicher nicht.
    Bloße Erschöpfung ist noch lange kein Burnout. Dann hätten 40 % der Deutschen ein Burnout.

    Ein richtiges Burnout verschwindet nach ein paar Tagen auch nicht einfach so.

    • Franziska Elea sagt:

      Soweit ich weiß, verfügst du über keinerlei Gewissheit bezüglich meiner medizinischen/therapeutischen Situation? In Anbetracht dessen erübrigt sich dieser Kommentar 😛

  12. […] viel Spaß bei der Arbeit. Das Shooting hab ich ein paar Minuten später dann abgebrochen – Burn Out lässt […]

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