Sunday Talk: Warum meine Freundschaften immer zerbrechen

Das allgemeine Interesse an Gossip-Themen ist erstaunlicherweise immer sehr groß. Den Leuten entgeht selten, wenn eine Freundschaft zerbricht und ich bekomme ziemlich häufig die Frage gestellt, warum ich mich denn nicht mehr mit dieser und jener Person treffe. Die Antwort darauf ist ganz einfach: Weil es gerade nicht mehr passt.

Es gibt Menschen, die haben ihre engsten Freunde von kleinauf und schwören auf ihre Best Buddies aus Kindergartentagen. Das ist wirklich eine schöne Sache und man kann sicherlich stolz auf eine 10- oder 20-jährige Freundschaft sein. Dennoch halte ich es eigentlich für ziemlich unwahrscheinlich, dass ein Mensch nach so vielen Jahren immer noch perfekt zu uns passt. Jeder hat andere Ansprüche an eine Freundschaft und das ist meiner Meinung nach auch gut so. Die einen wollen nur 1-2 mal die Woche einen Kaffee zusammen trinken und über den neuesten Klatsch und das Wetter reden, sich ein bisschen austauschen und eine gute Zeit miteinander verbringen. Versteht mich nicht falsch, das ist wirklich total okay, jedoch verstehe ich unter einer echten, wertvollen Freundschaft einfach etwas anderes.

Ich für meinen Teil habe sehr hohe Ansprüche an die Menschen, mit denen ich mein Leben teile. Auch hier mache ich keine halben Sachen und ja, das ist definitiv nicht immer leicht. Wenn ich jemanden gern habe, dann öffne ich mich dieser Person bedingungslos und erwarte das Gleiche – dummerweise, ich kann es nicht ändern!! – auch von ihr. Ich bin immer da, wenn es brennt und würde buchstäblich alles stehen und liegen lassen, wenn ein Freund von mir meine Hilfe braucht. Mit oberflächlichen Gesprächen und lockeren Beziehungen kann ich einfach nichts anfangen und das ist tatsächlich ein Problem. Gefühlt 95% aller Menschen haben überhaupt kein Bedürfnis nach einer solch engen Freundschaft und das bekomme ich in der Regel nach ein paar Monaten zu spüren.

Für meine Freundin bin ich immer da, wenn sie mich braucht. Ich bediene mich an ihrem Kühlschrank und kenne den Code ihres iPhones. Ihre Probleme sind meine Probleme und ich fühle mich ein Stück weit verantwortlich dafür, dass es ihr gut geht. Das sage ich nicht einfach nur so dahin – ich meine das wortwörtlich.
Es spielt keine Rolle, wie lange wir uns kennen, denn mal ehrlich: Wie hoch ist die Wahrscheinlichkeit, dass jemand ein gutes „Match“ für uns ist, den wir im Kindergarten getroffen haben? Das Einzige, was für mich zählt, ist, wie wichtig ich der anderen Person bin und wie gern sie mich hat. Ich glaube, dass viele einfach zu bequem sind, ihren funktionierenden Alltag irgendwie zu unterbrechen und sich ernsthaft zu fragen, ob sie glücklich mit sich und ihrem Umfeld sind. Veränderungen sind schließlich anstrengend und für viele auch beängstigend; wir fühlen uns schließlich pudelwohl in unserem Nest mit all seinen stabilen Gerüsten.

Allen, die jedoch nicht so glücklich mit ihrer Situation sind und daran etwas ändern möchten, kann ich nur raten: Geht auf andere zu! Zeigt Interesse und tauscht euch aus. Neue Kontakte erweitern nicht nur den Horizont und sorgen für etwas Spannung im Alltag, nein, man bekommt auch eine viel objektivere und allgemeinere Sicht auf die Welt und alles, was sich in ihr verbirgt. Wie beschränkt muss die Sicht eines Menschen sein, der sich seit seiner Geburt nur mit 10 unterschiedlichen Persönlichkeiten näher befasst hat?
Vor allem in Zeiten des Internets ist es ziemlich leicht, neue Leute aus aller Welt kennenzulernen. Früher habe ich oft Tinder genutzt – nicht nur um zu daten, denn ich glaube ich habe dort mehr Freundschaften geschlossen als ernsthaft gedatet.
Whitney Wolfe, Mitbegründerin von Tinder hatte kürzlich jedoch eine noch bessere Idee und gründete eine neue App namens Bumble. Die Besonderheit: Frauen machen hier den ersten Schritt! Nimmt SIE innerhalb von 24 Stunden keinen Kontakt auf, verfällt das Match.

 

 

Was hat das Ganze mit meinem Post zu tun? Bei Bumble gibt es außerdem eine sogenannte „Friendzone„. Hält man sich in dieser auf, werden einem ausschließlich Leute angezeigt, die ebenfalls auf der Suche nach Freunden sind. Möchte man dann doch lieber wieder daten, lässt sich das mit einem Klick ändern  ; )

Da ich also sowohl weltoffen als auch interessiert an neuen Bekanntschaften bin, „bumble“ ich mich hin und wieder durch die Friendzone 😀 Wenn ihr also auch der Meinung seid, dass es da draußen weitaus MEHR gibt, als das, was ihr in Kindergarten und Schule kennengelernt habt, dann trefft mich doch online, ich freue mich! <3

 

 

In Kooperation mit Bumble

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12 Discussion to this post

  1. Daniela sagt:

    Oh, Bumble kenne ich noch gar nicht, da werde ich die Friendzone auf jeden Fall mal testen! 😀
    Ich habe zwar auch einen unglaublich großen Bekanntenkreis und ein paar gute Freunde, aber die letzte „beste Freundin“ hatte ich tatsächlich in der Grundschule – und das fehlt mir manchmal schon ein wenig *lach* Wahrscheinlich liege ich einfach auf einer komischen „Wellenlänge“ – aber ich gebe die Hoffnung nicht auf 😉

    • Franziska Elea sagt:

      Jaaaaa, Friendzone! 😀 Ich habe auch eine alte Freundin, die ich mit 12 oder so kennengelernt habe, die mir auch sehr fehlt. Sie wohnt leider am anderen Ende Deutschlands und wir haben nur sporadisch Kontakt, aber manchem Menschen sind irgendwie doch was Besonderes 🙂 Wir sollten versuchen, die alten Zeiten demnach einfach positiv in Erinnerung zu behalten – was vorbei ist, ist vorbei 🙁

      Schönen Sonntag wünsche ich dir noch :*

  2. Carolin sagt:

    Von Bumble habe ich bisher noch nichts gehört, aber die „Friendzone“ ist wirklich ein cooles Konzept 🙂

    Caro x
    http://nilooorac.com/

  3. Sophia sagt:

    Mir geht es ganz genauso wie dir! Erwarte auch immer das, was ich tu, auch von den anderen. Finde das aber eigentlich auch normal so. Nur manchmal steigert man sich eben total rein in diese Erwartungen..
    Schöner Post süße! <3
    http://www.lovelygirlyrosy.de

    • Franziska Elea sagt:

      Ja, das ist eigentlich auch normal… Nur bin ich irgendwie meistens bereit, viel zu viel zu tun und kann das auch nicht zurückschrauben, weil mir die Probleme der anderen wirklich nah gehen 😀 Mal schauen, vielleicht verändert sich das ja mit dem Alter 😉
      Danke und bis bald <33

  4. nathalie sagt:

    klingt total interessant, muss ich mir auch mal anschauen 🙂
    LG*

    Nathalie von Fashion Passion Love ♥

  5. Margaretha sagt:

    Bei mir ist es vielmehr so, dass ich in jeder Lebensphase eine Clique hatte.. mit zT sehr engen und zT eher Oberflächlichlchen Freundschaften. Und aus jeder Clique habe ich meist eine Freundin behalten. Ich habe dabei aber trotzdem keine eine allerbeste Freundin mehr. Das hatte ich mal, ist aber kläglich gescheitert, weil wir uns einfach zu unterschiedlich entwickelt haben. Und eine andere sehr enge Freundin… ja die hatte einen Autounfall und ist jetzt nicht mehr da… 🙁
    Ich schätze an Freundschaften vor allem, wenn man loyal ist, sich nicht ständig Vorwürfe vorwirftft und auch einfach mal 1-2 Monate kein Treffen klappt, und dann ists aber wieder wie vorher! Ich habe leider nicht die Zeit ständig aneinander zu kleben. Und das ist auch okay, denn alle meine Freundinnen, die ich jeweils „behalten“ hab, sehen das genauso.

    Und da hast du recht: eine Freundschaft funktioniert (wie auch eine Beziehung) nur, wenn man die gleichen Vorstellungen hat.

    Und ich bin gespannt welche Freundinnen aus meiner jetztigen Lebensphase für die Zukunft bleiben werden!

    • Franziska Elea sagt:

      Oh Mann das mit dem Unfall tut mir Leid, total schlimm sowas. Sehe das ganz genau wie du: Loyalität ist das aller wichtigste und ich muss meine Freunde auch nicht ständig sehen – ich muss nur wissen, dass sie da sind, wenn es brennt. Das ist wirklich selten :/ Wir verändern uns ja auch ständig aber ich wünsche dir, dass du die richtigen Menschen findest (oder vll schon gefunden hast) 😉 <3

  6. sam collin sagt:

    Wow, I’m just really happy that I find your blog. Your style is perfect. Don’t stop posting ,
    because I’m coming back:)
    Regards.
    Shopafford.com

  7. HERRENDEZVOUS sagt:

    Lovely post! X

    Love, http://herrendezvous.com/

  8. Eva sagt:

    Super Beitrag. Du hast so recht die meisten wollen ihren funktionierenden Alltag nicht unterbrechen und fragen sich nicht, ob sie mit Ihrem Umfeld glücklich sind.
    Seitdem ich auf fremde Leute zugehe und mit ihnen ins Gespräch komme, bin ich viel offener für Gespräche mit Fremden und so kann ich viel neues lernen.
    Ich kann nur neues Erfahren, wenn ich mit neuen Menschen spreche. Die meisten die ich kenne sind in ihrem Alltag gefangen.

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