Was ich mir am sehnlichsten wünsche

„Wenn du 3 Wünsche frei hättest, welche wären es?“ wurde ich kürzlich in einem Interview gefragt. Sofort und ohne nachzudenken sagte ich: „Nur glücklich sein, mehr gibt es nicht“. Danach kam ich ins Grübeln und mir wurde klar, dass ich mir eigentlich nie Gedanken darüber gemacht habe, was ich mir in meinem Leben am sehnlichsten Wünsche. Wie würde mein Alltag aussehen, wenn ich ihn frei nach meinem Willen gestalten könnte? Würde ich in München bleiben? Wäre ich beruflich Bloggerin? Wäre ich noch mit meinem Freund zusammen?

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Nachdem ich eine Weile in mich hineingehört hatte, ergab sich ein ziemlich deutliches Bild von meinem Wunsch-Leben. Nein, ich würde nicht in München bleiben. Ich wäre wahrscheinlich in L.A., was zunächst natürlich unglaublich naiv klingt, so als hätte ich zu viele Filme geschaut und als würde ich nur dort leben wollen, weil die Stadt offiziell und weltweit als „cool“ bezeichnet wird. Ehrlich gesagt spielt das für mich schon eine Rolle. Auch diverse andere Faktoren, wie das Klima, die Mentalität, die Möglichkeiten und naja, München ist eben einfach keine Weltstadt.
Ich habe nur dieses eine Leben (glaube ich zumindest) und wenn ich es mir recht überlege, interessiert sich grundsätzlich keine Sau dafür, was in München vor sich geht. Alle Welt schaut nach New York oder LA und jeder, der international Karriere machen möchte, sollte nicht in Deutschland bleiben, das weiß man eben. Bevor ich nach München gezogen bin, hatte ich auch keinen Plan vom Leben hier; ich hatte lediglich eine Vorstellung. Dennoch wusste ich irgendwie, dass es die richtige Entscheidung ist und obwohl mich meine Eltern und alle anderen in meinem Umfeld belächelt hatten, bin ich alleine los, hab mir eine Wohnung gesucht und siehe da: Es war die beste Entscheidung, die ich bisher getroffen habe. München war gut, München ist gut. Dennoch keimt in mir schon seit langer Zeit der Wunsch nach mehr.

Demnach wäre ich, wenn es nach mir ginge, also in Los Angeles. Ich hätte bitte auf keinen Fall ein Haus, sondern ein schickes, großräumiges Apartment in Downtown. Max würde ich mitnehmen und wie das bei allen erfolgreichen Bloggerinnen so ist, würde ich ihn zu meinem Manager und Fotografen machen 😀
Natürlich würde ich mein Geld (viel Geld) mit dem Bloggen und meiner Selbstverwirklichung verdienen. Fotos machen, Reisen, Outfits kreieren, Kaffee trinken. Ich hätte mindestens 3 Hunde: Hazel, einen Frenchie und einen kleinen Apricot Pudel für Max. Mein Tag würde gegen 9 Uhr beginnen und um 10 wäre ich in einem hippen Café mit Starbucks-Atmosphäre, nur individueller. An diesem Ort würde ich regelmäßig auf andere Freelancer treffen, die mit ihrem MacBook dort sitzen und an ihren Träumen arbeiten. Ich würde viele Menschen kennenlernen, die gleichgesinnt sind und danach würde ich mit Max zum Lunch gehen. Nachmittags würden wir dann shooten, zum Strand rausfahren, Events besuchen und eben arbeiten.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Da fällt mir auf, dass ich einige dieser Dinge eigentlich schon täglich genauso mache. Nur das richtige Café und die richtigen Leute habe ich noch nicht gefunden. Das Wetter und die Mentalität passen mir hier auch nicht mehr und naja, es gibt eben keinen Strand, das Steuersystem kämpft eifrig gegen die Selbstverwirklichung junger Leute und alle sprechen deutsch – eine ziemlich unflexible Sprache im Vergleich zum Englischen. Im Großen und Ganzen muss ich also nur umziehen und ein bisschen erfolgreicher werden. Okay, und meinen Freund dazu bringen seinen Job in der Bank zu kündigen und sich der Fotografie zu widmen 😀 Kann ja nicht so schwer sein…

Natürlich weiß ich, wie blauäugig das alles klingt, aber man hat mir auch immer gesagt, dass nur die Wenigsten von ihrem Blog wirklich leben können und dass in München auch nicht alles besser ist als in Pirmasens. Klar entwickeln sich die Dinge nie so, wie man es erwartet, aber ich rechne damit, dass das ein oder andere Mal etwas schief geht. Ich lasse nicht mehr zu, dass irgendwer meinen Träumen ein Limit setzt, denn irgendwie waren alle, die im Leben wirklich etwas Besonderes geleistet haben, irgendwie verrückt, oder? 😉 Alle reden immer davon, aber wer traut sich wirklich, seine Comfort-Zone zu verlassen und ist mutig genug daran zu glauben, dass er selbst etwas Außergewöhnliches schaffen kann? Als wäre es eine Schande zu scheitern! Für mich persönlich kommt gar nicht in Frage, es nicht zu versuchen, da ich viel zu viel Angst davor habe, im Alter mein Leben nicht gelebt zu haben. Das wäre weitaus schmerzlicher und unverzeihlicher, als jetzt einen Fehler zu machen.

Außerdem ist mir sehr wohl bewusst, dass Gesundheit und Familie das Wichtigste im Leben sind! An der Gesundheit arbeite ich und meine Familie ist mein Hund – traurig aber wahr 😀 Das wollte ich nur nochmal klarstellen, bevor ihr mich als oberflächlich abstempelt…
Dann bleibt mir nur noch, euch allen einen guten Start in den Frühling zu wünschen, ich seh‘ ihn schon!!

 

Hoodie: Monki
Overknees: Buffalo
Tasche: Zara
Mütze: OnePiece

Fotos: Esra

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17 Discussion to this post

  1. Eve sagt:

    Hi Franzi,

    ich finde es gar nicht naiv, Träume zu haben und an deren Verwirklichung zu arbeiten. Du hast vollkommen recht damit, dass man Dinge lieber versuchen und eventuelle scheitern sollte, als es nie zu versuchen, weil man ja scheitern könnte. Das ist auch nicht mein Ding. Deswegen habe ich auch einen Cut unter mein altes Leben gesetzt und nochmal von vorne angefangen. Denn glücklich zu sein, ist mir wirklich weitaus wichtiger als jedem erzählen zu können, dass ich für eine angesehene Zeitung arbeite oder eine Festanstellung bei einem Magazin habe (was heutzutage wie ein 6er im Lotto angesehen wird), es aber insgeheim hasse. Was für einen Sinn hat so ein Leben?
    Also ich finde, du machst das alles schon ganz richtig und wünsche dir viel Erfolg weiterhin.

    Liebe Grüße
    Eve von http://www.eveblogazine.com

    • Franziska Elea sagt:

      Wow, das hört sich echt spannend an!! Glückwunsch, dass du den Schritt gewagt hast, ich stimme dir vollkommen zu! Hauptsache, du bist jetzt zufrieden <3

  2. The stylish duck sagt:

    Ich glaube, jeder sollte sich einmal fragen, ob er genau das Leben führt, was er immer wollte. Meistens kommt es ganz andes, aber wenn man ein Ziel hat, sollte man es schon verfolgen. Egal wie utopisch es anderen gegenüber klingt. Wichtig ist, dass du selbst glücklich wirst. Du machst das schon 🙂

    • Franziska Elea sagt:

      So sehe ich das auch! Viele schaffen es jedoch nicht, ihre gesamte Welt in Frage zu stellen und sich einzugestehen, dass es da draußen noch mehr gibt, was sie vielleicht niemals erreichen werden. Das ist schon schmerzhaft und ich finde, es gehört wirklich eine Menge Mut dazu, für seine Ziele zu kämpfen! 🙂 Habe einen schönen Abend :*

  3. Sarah sagt:

    Ich finde deinen Beitrag super und Träume sind sehr wichtig!
    Meiner Meinung nach sind Träume auch eine Art Motivation um weiter daran zu arbeiten und viel Freude und Energie hineinzustecken! 🙂
    Liebe Grüße Sarah <3

  4. Pia sagt:

    Ich sehe es auch so, dass wir Menschen an der Realisierung unserer Wünsche und Ziele arbeiten sollen. Ich selbst komme aus einer Kleinstadt umd hatte das Gefühl, mir bleibt die Luft zum Atmen weg, wenn ich hier bleibe. Also habe ich mit 24 meinen Job gekündigt und bin alleine ins Ausland, in die größte Stadt die mir eingefallen ist. Ich hatte eine super Zeit, die Erfahrung hat mich für mein Leben verändert. Bei mir war es aber so, dass ich irgendwann wieder nach Deutschland wollte und bin seitdem in meiner alten Heimat glücklich wie nie. Das Gefühl, zu wissen, ich schaffe es jederzeit und überall auf der Welt, hat mein Leben zum Positiven verändert. Jetzt genieße ich wirklich die schönen Seiten in der Provinz.

    • Franziska Elea sagt:

      Sorry, aber wer bist du?? Du bist die einzige Person, die hier anonym auftritt und das ständig! Ich gehe davon aus, dass du D. bist, denn ansonsten macht das keiner 😀 Falls nicht, entschuldige vielmals, dann bin ich einfach nur paranoid 😀

      • Pia sagt:

        Was meinst du mit anonym? Bei der Kommentarfunktion wird Name und email verlangt, und die gebe ich an. Webseite oder Instagramaccount habe ich nicht. Ich bin nicht „D.“, sondern „P.“

        • Franziska Elea sagt:

          Na du bist die einzige Person, die man nicht wirklich identifizieren kann 😀 Wie heißt du denn auf Instagram oder Facebook? Nur dass ich mir ein Bild machen kann 🙂

        • Franziska Elea sagt:

          Bzw. jeder hier hat en Instagram Account, wie bist du sonst auf mich gekommen? 😀

          • Pia sagt:

            Über unsere junge Azubine, die bei mir im Büro sitzt und dir folgt. Deine Webseite franziska-elea ist öffentlich erreichbar ohne Instagram oder fb. Wenn ich in deiner Welt ohne Facebook und Instagram nicht gern gesehen bin, verabschiede ich mich an dieser Stelle. Bisschen albern grad.

  5. Nicola sagt:

    Schönes Outfit! Mir geht das übrigens ganz genauso. Ich würde sofort nach LA gehen 😀 Dann könnten wir uns schonmal zusammen in das Kaffee setzen und Bloggen und Theo und Hazel könnten miteinander spielen :D. Fand deinen Post richtig süß und freue mich, dass auch andere diese Träume sich durch den Kopf gehen lassen 😀

    xx Nicki
    http://www.morningelegance.de

  6. Carolin sagt:

    Ein richtig toller Beitrag Liebes <3 Sich über seine Wünsche klar zu werden ist echt so wichtig.
    Ich glaube nur so wird man irgendwann richtig zufrieden mit sich und seinem Leben sein 🙂

    Caro x
    http://nilooorac.com/

  7. Eva sagt:

    Super Beitrag und schönes Outfit. Im Leben bereut man nur die Dinge, welche man nie getan hat. Versuche es einfach. Träume und Wünsche sind dazu da um diese zu verwirklichen. Du hast genaue Vorstellungen und Ziele also kannst du es erreichen.

    Schöne Grüße
    Eva

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